Amacoa
Modulares Content- und Designsystem für Amazon-Marktplätze aufgebaut, datenbasierte Workflows und A/B-Tests eingeführt und die Auslieferung für 60+ Marken sowie 1.800+ Produkte skaliert.
AUFTRAGGEBER
ROLLE
Head of Design
ZEITRAUM
Aug 2021 – Aug 2024
TOOLS & METHODEN
Design Strategie
Kreativleitung
UX Content
Visuelles Design
Design System
Teamführung
A/B-Tests
Design Ops
Microsoft 365
Asana
Miro
Adobe Photoshop
Adobe Illustrator
Adobe InDesign
Hotjar
Zu Beginn fehlten definierte Standards, ein erfahrenes Team und externe Ressourcen. Inhalte wurden unsystematisch produziert, wiederverwendbare Templates und Prozesse existierten nicht.
Ziel war der Aufbau eines flexiblen, skalierbaren Systems mit klaren Workflows, integrierter Qualitätssicherung und strategischem Designansatz für das gesamte Department.
Das Content-System folgt einer mehrschichtigen Architektur, die technische Vorgaben, gestalterische Flexibilität und markenspezifische Gestaltung systematisch verbindet und dabei von Prinzipien UX-System Frameworks inspiriert ist:
Technical Foundations-Ebene: technisch neutrale Design-Tokens (Farben, Typografie, Abstände, Grids)
Brand Style-Ebene: Anwendung und Interpretation dieser Styles gemäß CI und Markenrichtlinien
Component-Ebene: kleinste visuelle Einheiten wie Produktbilder, Icons, Labels, CTA oder Props
Pattern & Template-Ebene: modulare Assets wie Listing-Bilder, A+ Banner, Verpackungen, Anleitungen
User Output-Ebene: visuelle Ausspielungen auf Amazon von der Produktdetailseite bis zum Brand Store
Die Gestaltung folgt modernen Webdesign-Prinzipien: Mobile-first, klare Hierarchien und gezielte Tiefenwirkung. Innerhalb des Systems teilen alle Marken denselben strukturellen Rahmen mit Tokens, Komponenten und Template, behalten jedoch ihre visuelle Eigenständigkeit durch spezifische Farbwelten, Typografie und Bildsprache.
Auf diese Weise wird Konsistenz mit Wiedererkennbarkeit verbunden und jede Marke bleibt trotz systematischer Logik klar unterscheidbar. Dieser systematische Aufbau bildet die Grundlage für Konsistenz, Wiederverwendbarkeit, Effizienz und ein skalierbares Markenerlebnis über alle Touchpoints.
BRAND ANWENDUNG & PRINT
Am Beginn jedes Projekts stand die Entwicklung oder Optimierung einer markenspezifischen Identität, basierend auf Zielgruppenanalysen, Branchentrends und visueller Recherche. Ziel war eine konsistente und visuell prägnante Basis für alle nachfolgenden Content-Bausteine zu schaffen.
Dafür wurde jeweils ein Brandbook entwickelt, das neben Moodboards, Naming, Logo, Farbsystemen, Typografie und grafischen Elementen auch die Tonalität der Markenkommunikation definierte.
Hier wird dies exemplarisch anhand eines Mockups veranschaulicht, das Auszüge aus dem Brandbook mit Moodboard, Farbwelt, Schriftarten und Logo-Gestaltung zeigt.

Print-Umsetzungen wie Verpackungen, Produktlabels oder Gebrauchsanleitungen wurden modular entwickelt, mit Fokus auf Konsistenz, Variantenbildung und Wiederverwendbarkeit.

PRODUKTVISUALS & LISTING-BILDER
Die digitale Content-Produktion basiert auf dem Markenfundament und umfasst Produkttexte, Fotografie, 3D-Renderings und Bildbearbeitung.
Bei den Produkt Listing-Bildern werden UX/UI-Prinzipien verfolgt: mobiloptimierte Layouts, klare Hierarchien und visuelle Führungselemente sorgen für Orientierung. Jedes Asset beruht auf Design-Tokens und ist als kombinierbare Komponente im skalierbaren System angelegt.
Ziel war die Optimierung von Konversion und Wiedererkennbarkeit sowie eine Präsentation, die Kaufentscheidungen erleichtert, Vertrauen schafft und das digitale Schaufenster eng mit dem analogen Produkterlebnis verbindet. So entsteht ein konsistentes Markenerlebnis, das überzeugt, nachhaltige Zufriedenheit fördert und Kunden zur Marke zurückführt.
MODULARE KOMPONENTENSTRUKTUR AM BEISPIEL LISTING-BILDER
Listing-Bilder zeigen exemplarisch die modulare Logik: Trotz fixer technischer Vorgaben (Format, Auflösung, Schutzraum, Compliance Vorgaben) können Inhalte wie Produktdarstellung, Zubehör, Headlines, Icons, Szenenbilder oder Trust-Elemente flexibel kombiniert werden.
Jeder dieser Bausteine entspricht einer Komponente, deren Styles und Attribute innerhalb eines vordefinierten Systems variiert werden. Struktureller Aufbau und Reihenfolge der Listing Bilder folgen der Logik eines Pitchdecks, das Schritt für Schritt Features und Nutzen kommuniziert.








A+ CONTENT & BRAND STORE
Die modular entwickelten A+ Layouts sind wie Landingpages aufgebaut, mit klaren Storylines, kombinierbaren Banner-Segmenten und hoher Markenkohärenz. Auf der Produktdetailseite platziert, wirken sie als Scroll-Stopper, steigern die Verweildauer, fördern Interaktion und reduzieren den Raum für Konkurrenzanzeigen.
Die Brand Stores fungieren als markenspezifische Webshops innerhalb von Amazon. Sie bündeln Produkte in einer konsistenten Markenwelt, mit individueller Navigation und Layout, und schaffen so ein nahtloses Markenerlebnis über das gesamte Portfolio hinweg.




Systematische Design-Reviews, klare Designstandards und definierte Freigabeprozesse eingeführt, um Fehlerquellen zu reduzieren.
9-köpfiges Designteam aufgebaut & geführt; externe Partneragenturen (Copy Writing, Marketplace-Assets, 3D Visuals) verhandelt, implementiert und gesteuert.
Internes monatliches Design-Retouren Tracking eingeführt:sämtliche Design-Ergebnisse, Kundenfeedback sowie Fehler von team-/herstellerseitigen Übergaben getrackt.
Quote in 7 Monaten von >28 % auf <6 % gesenkt (seit Juli 2021).
Freigabeprozesse optimiert und teamübergreifende Übergaben stabilisert.
Effizienz, Konsistenz und Markenwahrnehmung gesteigert.
Content-Operations standardisiert und skaliert.
~50% niedrigere Produktionskosten und Time-to-Market von 6-8 auf ~3 Wochen reduziert, durch Umsetllung von Produktfotografie auf skalierbare 3D-Visuals.
Bis zu 30% Listing Conversion Steigerungen (je nach Nische/Ranking/Listing-Qualität) durch Hypothesen getriebene Produktbild Optimierungen (Metrik-Tracking, Produktbild A/B-Tests, Heatmapping)
B2B Content Rollout für von 60+ Marken und 1.800+ Produkten in (USA & EU)
Diese Case Study verdeutlicht, wie ein komponentenbasiertes Content-System, stringentes Design-Management und und datenbasierte Arbeitsweisen zu konsistenten, skalierbaren Ergebnissen führen.
Insbesondere im dynamischen Umfeld internationaler Marktplätze wie Amazon. Das System bildet heute eine robuste Grundlage für zukünftige Content-Produktion mit hoher Markentreue und operativer Effizienz.



















